Warum es in Videokonferenzen auf die Audioqualität ankommt

Während die Zahl virtueller Meetings seit Beginn der Covid-19-Pandemie rapide zugenommen hat, gab es zugleich einen Rückgang der Audioqualität im Vergleich zu persönlichen Besprechungen. Wie eine Reihe von Studien gezeigt hat, führt eine schlechte Audioqualität nicht nur zu Ermüdung, sondern auch zu einem Gefühl der Ausgrenzung, Frustration und Desinteresse. 

 

Was können AV- und IT-Führungskräfte tun, um Kollegen bei der Überwindung von audiobedingtem Unbehagen und Stress in der heute üblichen hybriden Arbeitswelt zu unterstützen? 

 

Sie fühlen sich müde? Distanziert von Ihren Kollegen und Kolleginnen? Unmotiviert? Dann leiden Sie vielleicht an Konferenzmüdigkeit aufgrund der Belastung durch Videokonferenzen. Seit der zunehmenden Umstellung auf hybride Arbeitsmodelle, wie Homeoffice ist dies ein wachsendes Problem geworden. Trotz der stetigen Rückkehr an den Arbeitsplatz ist das Problem nicht verschwunden, da hybride Arbeitsformen (Kombination aus Büro und Homeoffice) sowie die vollständige Remote-Arbeit Teil des Geschäftslebens bleiben. 

Wo liegt das Problem? Und wie können Führungskräfte in den Bereichen AV und IT die Konferenzmüdigkeit in den Griff bekommen? Die einfache Antwort - mit besserem Audio. Grund dieser Entwicklung ist, dass die Zahl virtueller Meetings seit Beginn der Covid-19-Pandemie rapide zugenommen hat, es aber zugleich einen Rückgang der Audioqualität im Vergleich zu persönlichen Besprechungen gab. Wie eine Reihe von Studien gezeigt hat, führt eine schlechte Audioqualität nicht nur zu Ermüdung, sondern auch zum Gefühl der Ausgrenzung, Frustration und Desinteresse. 

Ein wissenschaftlicher Fakt 

Darüber hinaus kommt eine neue wissenschaftliche Studie zu dem Ergebnis, dass eine höhere Stressbelastung von Mitarbeitenden auch eine Folge schlechter Audioqualität sein kann. Die Studie wurde von Shure und der Neuro Innovation Unit des NTT Data Institute of Management Consulting in Japan durchgeführt. Die Teilnehmer:innen der Studie durchliefen eine Reihe von Meetings mit wechselnden Audio-Bedingungen von mangelhaft bis high-end. Dabei dokumentierten sie ihre Erfahrungen in einem Fragebogen. Zeitgleich wurden biologische Stressindikatoren gemessen und analysiert.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Teilnehmer:innen mehr Stress empfanden, wenn sie schlechter Audioqualität ausgesetzt waren. Schlechtes Audio erschwerte ihnen nicht nur das Hören und Verstehen, sondern ließ den Inhalt auch komplizierter erscheinen, was wiederum eine stärkere Belastung der Teilnehmer:innen zur Folge hatte. 

Der Studie zufolge ist eine stärkere Beanspruchung kognitiver Funktionen und eine dadurch bedingte Beeinträchtigung der Fähigkeit, Personen zu antworten, einer der Gründe für die erhöhte Stressbelastung durch schlechte Audioqualität in Besprechungen. Wenn sich Teilnehmer:innen vermehrt auf das Hören konzentrieren müssen, werden die für Meetings am meisten benötigten kognitiven Fähigkeiten wie Verstehen, Prüfen und Beurteilen des Besprechungsinhalts beeinträchtigt. 

Ursache und Wirkung

Die vielfältigen Ursachen für schlechte Audioqualität in Meetings sind größtenteils auf Faktoren der Besprechungsumgebung zurückzuführen. Hierzu zählen beispielsweise die verwendeten Audiogeräte, eine mangelhafte Netzwerkverbindung sowie das Unvermögen der im Raum installierten Technik, die Stimmen der Teilnehmer:innen an unterschiedlichen Positionen des Raumes zu erfassen, wodurch virtuell zugeschalteten Personen die Teilnahme an der Konversation erschwert wird. Gemäß einer früheren Studie, die von Shure in den USA durchgeführt wurde, sind Hintergrundgeräusche (51%), Echos (43%), Audioaussetzer (40%) und eine insgesamt mangelhafte Audioqualität, die das Hören erschwert (40%) die am häufigsten genannten Kritikpunkte über Audio bei virtuellen Besprechungen. 

Wir kennen sie, die nervenaufreibenden Momente, in denen das Audiosignal aufgrund von fehlender Bandbreite aussetzt oder der Gesprächsfluss durch störende Hintergrundgeräusche unterbrochen wird. Besprechungsteilnehmer:innen die zeitgleich sprechen, weil sie nicht bemerkt haben, dass jemand anderes spricht, sind ein weiterer Stressfaktor. 

Die Auswirkungen dieser Probleme auf die virtuelle oder hybride Zusammenarbeit sind weitreichend und führen zu: 

  • Missverständnissen unter Kollegen und Kolleginnen
  • Mitarbeiter:innen fühlen sich nicht wertgeschätzt und beginnen sich abzugrenzen
  • Frustration bei Teammitgliedern
  • Verringerte Produktivität

In Bezug auf die Studie sagt Kenta Kimura vom National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (AIST): „Besprechungen mit schlechter Audioqualität können Stress verursachen und sich negativ auf die Arbeit auswirken. Die Ergebnisse dieses Experiments weisen darauf hin, dass sich virtuelle Besprechungen mit schlechter Audioqualität nicht nur auf die Leistungsfähigkeit, sondern auch auf die mentale und körperliche Belastungsfähigkeit auswirken.“ 

Tipps zur Stressbewältigung in Videokonferenzen 

Was können AV- und IT-Führungskräfte tun, um ihren Mitarbeiter:innen bei der Überwindung von audiobedingtem Stress in hybriden Meetings zu helfen? Wie die Studie hervorhebt, „liegt das Problem oftmals bei der Ausstattung des Konferenzraums im Büro und nicht bei den virtuellen Teilnehmer:innen, die ein Headset tragen.“

Demnach ist der erste Schritt, die richtige Technologie und Unterstützung bereitzustellen. Bei Videokonferenzen kommt es auf den Ton an. Hier finden Sie einige nützliche Tipps:

Tipp 1: Stellen Sie Ihrem Team branchenführende Audiolösungen zur Verfügung

Der schnellste Weg, um audiobedingten Stress zu reduzieren und die Klangqualität zu erhöhen, ist die Wahl von Audioprodukten in Studioqualität entsprechend den Präferenzen des Teams: Kopfhörer, ein Homeoffice-Mikrofon oder ein branchenführendes von Podcastern und Podcasterinnen verwendetes Mikrofon

Tipp 2: Handeln Sie mitarbeiterorientiert 

Überdenken Sie traditionelle, zentralisierte Arbeitsabläufe und Meetings, um Einzel- und Gruppenarbeitsplätze für Ihre Teams vor Ort oder im Home Office zu gestalten. 

Tipp 3: Flexible Produkte zur Steigerung der Interaktion 

Nutzen Sie Technologien, welche die Zusammenarbeit aller Besprechungsteilnehmer:innen fördern, unabhängig vom Standort.

Tipp 4: Investieren Sie in zertifizierte oder kompatible Audiogeräte

Audiolösungen sollten sich nahtlos in hochwertige, zuverlässige und benutzerfreundliche Videokonferenzplattformen wie Microsoft Teams, Zoom, Cisco Webex und Google Meet integrieren lassen. 

Tipp 5: Prüfen Sie Ihr Arbeitsumfeld, um die Performance kontinuierlich optimieren zu können

Investieren Sie in eine Lösung mit zentraler Steuerung für ein einfaches Management und datengestützte Einblicke.

 

 

AV- und IT-Führungskräfte müssen ihre Austattung für AV-Konferenzen überdenken und an die neue Arbeitswelt anpassen, um den Stress und den Motivationsverlust durch schlechte Audioqualität in hybriden Besprechungen zu vermeiden.

 

Weitere Informationen 

Back to top